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Neujahrsansprachen sind wie "Bleigießen" ...

... nicht Genaues weiss man nicht und das Ergebnis bleibt mehr oder weniger Zufall.

Nun gibt es ja nicht nur politische Neujahransprachen, allerorten haben die selbsternannten Oberhirten uns etwas zu dem Thema zu sagen, nicht zuletzt auch in unseren Amtskirchen. Dort heisst es aber nicht Neujahrsansprachen, sonder naturgemäß Neujahrspredigt. 

Interessant war für mich auch das "Jahresendinterview" von Robert Zollitsch, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz mit der WELT.

Das Jahr war nicht leicht, natürlich gibt es für die RKK auch Dinge außerhalb der eigenen Organisation, die wichtig waren, selbstverständlich ist er nicht enttäuscht, dass der Papst seinen pflichtgemäß angebotenen Rücktritt anlässlich seines 75. Geburtstages ohne "wenn und aber" angenommen hat. 

Keinesfalls ist er beleidigt, dass er nicht Kardinal geworden ist und er sagt zum Abschluß .... 

"Und ich bin auch neugierig auf den Himmel."

Obwohl selbst konfessionslos habe ich in meinem Umfeld einige Menschen, die fest im Glauben sind, Protestanten Katholiken, Juden, meist sehr ehrbare und intelligente Menschen. 

Ein Leben nach dem Leben scheint für alle ausserhalb jeder Vorstellungskraft zu sein, wozu auch, wenn man sein irdisches Leben nutzt? Im Gegenteil, mit zunehmendem Alter merken wir alle, dass das "ewige Leben" alles andere als begehrenswert ist.

Worauf also freut sich Herr Zollitsch? Auf den Himmel .... ? Auf ein Leben nach dem Tod? 

Ich nehme an, die Freude darauf wird ihm wohl spätestens nach seinem Tod in der Hitze des Krematoriumsofens vergehen oder falls man dies als Bischof nicht tut, in der Kühle seiner Gruft.



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