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Deutschland und die Welt im Jahr 2015

Was ist denn hier in Deutschland im Jahr 2015 eigentlich los? 
Heute habe ich gelesen, dass die registrierte(!) Zahl der in Deutschland Ankommenden allein im September bei rund 400000 Menschen gelegen haben soll. "Sicherheitskreise" gehen "hinter vorgehaltener Hand" davon aus, dass dazu mindestens noch einmal ein Drittel nicht einmal registriert werden, ganz davon zu schweigen, dass es so etwas wie "Residenzpflicht" (so schlimm dies ist) nicht mehr zu geben scheint. 
Natürlich ist es wohlfeil und verursacht ein gutes Gefühl, wenn wir alle Bedürftigen dieser Welt einladen nach Deutschland zu kommen.
Die Frage ist, weiss noch jemand was hierzulande passiert? Ich behaupte, nein.
Glaubt wirklich noch irgendjemand (inclusive und allen voran Frau Merkel) in diesem Land, dass die Probleme gelöst sind, wenn alle Armen dieser Welt nach Deutschland kommen? Zumal es sichtbar keinen Plan gibt, wie dieses Problem im Land zu lösen ist.
Es ist unwürdig, wenn diese Menschen irgendwo auf dieser Welt in Lagern leben, unabhängig davon, ob diese Lager in Deutschland, der Türkei oder im Libanon stehen.
Vor wenigen Tagen habe ich auf ARTE einen Beitrag einer hohen Mitarbeiterin des UNHCR verfolgt, die berichtete, dass derzeit weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Sie plädierte aber auch dafür, diese Menschen zumindest heimatnah zu versorgen. 
Woran scheitert dies? 
Gerade die Industriestaaten, die jetzt Krokodilstränen vergiessen kommen ihrer ZahlungsPFLICHT nicht nach, sodass das UNHCR lediglich ein Drittel der notwendigen und vereinbarten Summe zur Verfügung hat.
Also stimmen die Menschen mit den Füssen ab.
Wahr ist: Das Elend der "dritten" Welt beruht - neben anderen Faktoren - wesentlich auf der Ausbeutung durch die sogenannten Industriestaaten, also durch uns. Es ist ja so schön, hier beim Discounter u.a. 3 T-Shirts für 5 Euro zu kaufen, die Menschen in der Dritten Welt unter unwürdigsten Bedingungen zusammen nähen müssen. 
Die zarten Pflänzchen einer Landwirtschaft afrikanischer Länder werden kaputt gemacht, damit Lebensmittelkonzerne ihren Schund liefern können, der dann mit Hilfsgeldern finanziert werden muss, die empathiereich eingesammelt werden..
Die Regierungen der Länder, die sich der zügellosen Ausbeutung verschliessen werden weggebombt, dass heisst dann "wir bringen den Menschen die Demokratie". Siehe Irak, siehe Syrien, siehe Libyen, siehe .... Nun ja, bei Russland und China trauen wir uns das (noch) nicht, weil sie zu mächtig sind.
Insofern sind wir die Auslöser des Exodus und nicht irgendwelche imaginären Imame. Die sind - mit Verlaub - aber auch gelegentlich schon willige Idioten um von unserer eigenen Verantwortung ablenken zu können.
Die einzige Lösung, von der ich natürlich weiss, dass sie nicht mehrheitsfähig ist, wäre die Beseitigung des Ungleichgewichts in dieser Welt.
Denn, wer will das schon? 
Nicht der BilligKäufer von 3 T-Shirts aus Bangladesh, nicht der Konzern, der in Krisengebieten legal oder illegal, auf jeden Fall aber ohne Gewissensbisse Waffen vertickt, nicht der Lebensmittelkonzern, der Afrika mit Milchpulver überschwemmt, nicht der Konzern, der in Afrika Konflikte und Kriege schürt, um billigst an Rohstoffe zu kommen, aber auch nicht der Containerhersteller, der in Deutschland seit wenigen Monaten die Preise für Wohncontainer vervielfacht hat, ganz zu schweigen, von den aus dem Boden schiessenden Versorgungs- und Sicherheitsfirmen, die sich am tatsächlichen Flüchtlingselend hier vor Ort eine goldene Nase verdienen. 
Die ungesetzliche und ungesteuerte Abwerbung und Aufnahme von Millionen von Menschen in Deutschland mag mit empathieumflorten Augen noch so human anmuten, sie ist es nicht, im Gegenteil. Diese konzeptlose Politik wird die Probleme in den Herkunftsländern nur verschärfen und gefährdet nicht zuletzt den letzten bedeutenden ökonomischen Stabilitätsfaktor in Europa.
(Ich muss gestehen: das Wort 'konzeptlos' kann ich nicht belegen, möglicherweise steckt auch ein Plan dahinter.)
Und nicht zuletzt: Die Probleme sind nicht zu lösen, wenn die jungen, gesunden Männer aus ihren Heimatländern weglaufen, um an "Mamas Brust" Ruhe und Frieden zu finden. Es wäre ihre Pflicht und ist ihre Verantwortung in ihren Heimatländern für Ruhe und Ordnung, nämlich dafür zu sorgen, dass die Menschen dort menschenwürdig und in Frieden leben können. Notfalls muss man als Mann auch dafür kämpfen.

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