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CeBIT 2013

Anreise nach Hannover, geruhsam per Auto, einmal um den ganzen Messekomplex gefahren, Parkplatz geschlossen, geschlossen... nach einer fast kompletten Runde endlich im Westbereich ein Platz, 9,00 (neun) € Gebühr, das habe ich auch in dieser Höhe zum ersten mal erlebt, mehrere hundert Meter bis zum Eingang bei Regen, am Eingang die erste größere Hürde .. man muss such per Laptop anmelden und die bereits bezahlte Karte erstmal "freischalten" lassen. Es sind dort zwar einige Hostessen unterwegs, aber wer gibt schon gern dazu, dass es einem Besucher der Computermesse Mühe macht sich per Computer anzumelden.

Ein Tagesticket übrigens an der Tageskasse schon um 40,00 (vierzig) € zu haben. Für die 40 € gibt es außer dem Eintritt praktisch keine Gegenleistung, sieht man davon ab, dass die Toiletten offiziell kostenfrei sind, wobei die Aufsichten "persönliche" Spendenboxen aufgestellt haben und mit freundlichem oder grimmigen Blick darauf achten, ob etwas gegeben wird. Man gibt also schon freiwillig, um nicht einen grimmigen Blick zu bekommen.

Interessant, was dort alles abgefragt wird und die erste Werbung ist bereits am gleichen Tag im eMail-Fach. Das habe ich eigentlich so nicht gewollt.

Menschen über Menschen, große, kleine, alte, junge, dazwischen Rollstuhlfahrer und Kinder, wie zähe Würmer schieben sich die Menschenmassen durch die Hallen, viele Türen, von Hand zu öffnen, entsprechend schmierig, in den überdachten Zwischenbereichen sammeln sich die Raucher und statt etwas frische Luft Schwaden abgestandenen Zigarettenrauchs. 

Die Hallen selbst sehr dicht gefüllt, wobei nur wenige Stände den Eindruck vermitteln, dass sie mit 'Liebe' und / oder Aufwand gestaltet sind. Viel Standmaterial, dem man ansieht, dass es wahrscheinlich jede Woche an einem anderen Ort dieser Welt seinen Dienst verrichten muss.

Aus dem Einheitsbrei heraus ragen nur wenige Stände: SAP, Telekom, die ePost, vielleicht Microsoft und mit wirklichem Aufwand die Firmen, die im Bereich Sicherheitstechnik, Personalmanagement, Geldverkehr aktiv sind.

Vergleichsweise wenig findet sich für den normalen Bürger wie mich, erhofft hatte ich Informationen zu "vernetzten Dingen", Fernsehen, Bilddokumentation, Foto, Computer ... eigentlich totale Fehlanzeige, schade. Aber wahrscheinlich hatte ich auch zu viel erwartet.

Sehr aktiv und mit mehreren Hallen präsent waren chinesische Unternehmen, meist kleine Teams mit sehr selektiven Angeboten aus dem gesamten Zubehörbereich, zum Teil ganz hübsch gemacht, aber 99% davon braucht man schlichtweg nicht, trotzdem muss es sich lohnen, sonst würden sie wohl keine teuren Stände buchen. Ich habe mir die Frage nicht gestattet, ob die vielen echt kitschigen Dinge extra für den deutschen Markt kreiert werden.

Das Standpersonal wirkt oft gelangweilt oder gar genervt, liegt vermutlich daran, dass es der letzte Tag ist. Es ist sicher auch keine Freude tagelang praktisch auf einer Stelle zu stehen und mehr oder weniger fachkundige Anfragen zu beantworten.

Smartphonehersteller waren praktisch nicht präsent und wenn, dann nur rudimentär, auch hier hatte ich auf etwas mehr gehofft.

Eine der wenigen Ausnahmen ist der Stand der Post, kompetente und freundliche Beratung und ich lerne, dass mein ePost-Zugang deutlich effizienter ist, als ich bisher dachte... also hat es sich schon gelohnt.

Alles in allem wahrscheinlich für gezielte Suchen von Einkäufern ganz interessant, für den Customer war die CeBIT 2013 kein Muss. (Es sei denn für die in zwei Hallen spielenden Nerds...)

Dafür war die Heimfahrt wieder gemütlich...






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