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Posts

Wladimir Kaminer und der Mut

Derzeit ist es in diesem unseren Land nicht leicht genauso zu reden, wie man reden möchte, politische Korrektheit ist gefragt, politische Korrektheit gegenüber allen neu Ankommenden, unabhängig davon, wo sie herkommen, wer sie sind und was sie tatsächlich hier wollen. Diskutiert wird nicht, es wird oktroyiert, alle Ankommenden sind willkommen zu heißen, ein freundliches Gesicht ist zu zeigen, Widerspruch wird nicht geduldet, wer Bedenken anmeldet, mögen diese noch so sachlich begründet sein, ist ein Vertreter des Dunkeldeutschland, er ist ein zu belachender Angsthase, nicht ernst zu nehmen, wenn er sich mehrfach nicht normgerecht äußert, ist er ein Rechter, ein Populist, ein Nazi, so wie man das als genuiner Deutscher früher immer mal in anderen europäischen Ländern erlebte. Die Diskussionsbarrikaden gehen quer durch an sonsten gut funktionierende   Familien, also hält man besser die Klappe, gegen moralisierende Empathie kann man mit sachlichen Argumenten nichts, aber auch...

Draussen sieht es komisch aus

Draussen sieht es komisch aus, weiß, poetischer, kitschiger ausgedrückt wie überzuckert, weisse Kappen auf allem, was so zu sehen ist, dazwischen reichlich schwarze Stellen ... es hat geschneit. Schnee ist durchaus eine Seltenheit, um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob es in meiner Kindheit anders war. Ich glaube mich aber zu erinnern, dass es Zeiten gab, in denen im Winter Winter war und im Sommer eben Sommer. Schlittenfahren war in meiner kindlichen Erinnerung ein jährliches Ereignis, richtig Schlitten fahren, am Berg, ohne Mütter die drohend und ordnend am Rand stehen, ihre Kinder und sich gegenseitig überwachend und sofort eingreifend, wenn die Etikette oder noch schlimmer die Reihenfolge nicht gewahrt wird. Wir haben als Kinder die Reihenfolge des Fahrens selbst festgelegt, der Größere und Stärkere hatte meist Recht und kam zuerst dran, notfalls wurde man auch auf der Bahn beiseite geschubst, es gab Spaß und blaue Flecken, manchmal ein gebrochenes Bein. Das...

Der "internationale Terrorismus" und seine medialen Opfer

In meiner eher einfachen Gedankenwelt hat jedes Menschenleben den gleichen Stellenwert.  Wohl aber nicht in unseren Medien. Das letzte Jahr war u.a. geprägt von furchtbaren Meldungen über Opfer terroristischer Anschläge, weltweit. Weltweit schon, aber mit steigender Entfernung ändert sich offenbar auch die Perspektive, je weiter weg, desto kleiner dünkt das Problem, bis man es schließlich fast ganz aus dem Auge verliert, wenn es etwa in Afrika passiert. Da schreit die Weltöffentlichkeit lediglich dann auf wenn Kulturgüter zerstört werden oder Europäer betroffen sind. Obwohl hat es vielleicht weniger mit der Perspektive, als mit den Opfern zu tun? Die Anschläge von Paris in 2015 waren furchtbar, viel Raum nahmen die Dinge in den Medien ein, wobei sich mir so das Gefühl aufdrängt, dass die Empörung bei nicht-jüdischen Opfern doch noch etwas ernster zelebriert wird. Ich erinnere die heroischen Bilder, als eine Auslese die Mächtigen dieser Welt in einer Pariser...

Angst unter dem Schlapphut oder die seltsame Wandlung des Stephan J. Kramer

Thüringen hat "endlich" einen neuen Verfassungsschutzchef, nachdem vor wenigen Wochen die Regierung Ramelow das Amt ganz abschaffen wollte, was sicher kein Verlust gewesen wäre. Der neue Chef heißt Stephan J. Kramer, ein Mann mit einer schillernden Vita, schillernd deshalb, weil sie sich je nach Blickwinkel mal so und mal so darstellt, letztendlich auch geschuldet der - nennen wir es entgegenkommend - Unschärfe in der Darstellung seiner Vita. (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ueberlebensgross_herr_kramer) In der FAZ vom 31.12. hat Henryk Broder dazu diese Stelle ausgegraben, die ich gern im Original weitergebe: "Stephan Kramer packt aus. Kaum hat der neue Leiter des Thüringer Verfassungsschutzes die Kisten in seinem Dienstzimmer geleert, da scheinen schon alle Wände und Regale gefüllt zu sein mit Bildern und anderen Symbolen, welche die Schaffenskraft dieses Mannes zur Schau stellen. Kramer zeigt, wen er kennt und was er kann. Die Fotos...

Deutschland und die Welt im Jahr 2015

Was ist denn hier in Deutschland im Jahr 2015 eigentlich los?  Heute habe ich gelesen, dass die registrierte(!) Zahl der in Deutschland Ankommenden allein im September bei rund 400000 Menschen gelegen haben soll. "Sicherheitskreise" gehen "hinter vorgehaltener Hand" davon aus, dass dazu mindestens noch einmal ein Drittel nicht einmal registriert werden, ganz davon zu schweigen, dass es so etwas wie "Residenzpflicht" (so schlimm dies ist) nicht mehr zu geben scheint.  Natürlich ist es wohlfeil und verursacht ein gutes Gefühl, wenn wir alle Bedürftigen dieser Welt einladen nach Deutschland zu kommen. Die Frage ist, weiss noch jemand was hierzulande passiert? Ich behaupte, nein. Glaubt wirklich noch irgendjemand (inclusive und allen voran Frau Merkel) in diesem Land, dass die Probleme gelöst sind, wenn alle Armen dieser Welt nach Deutschland kommen? Zumal es sichtbar keinen Plan gibt, wie dieses Problem im Land zu lösen ist. Es ist unwürdig, wenn d...

Unser Bundespräsident Gauck

Unser Bundespräsident Gauck wird nicht müde sich in die aktuelle Tagespolitik einzumischen, was nicht seines Amtes ist, in das er sowieso nur gelangte, da andere und respektable Kandidaten aus unterschiedlichsten Gründen ausgegangen waren. Mal fordert er, dass Deutschland sich aktiv in Kriege einmischen solle, mal konfabuliert er darüber, dass mehr Freiheit her müsse, nun hat er - Gott sei Dank noch rechtzeitig - den potentiellen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow als Inkarnation des Teufels in Thüringen ausgemacht. Herr Gauck fühlt sich unbehaglich, wenn er an einen möglichen LINKEN-Ministerpräsidenten denken muss, um Himmels Willen! Gut, dass er endlich seine nimmermüd' warnende Stimme erhebt. Im Jahr 1989 hat man Herrn Gauck dagegen im Osten nicht in vorderer und gefährlicher Front im Kampf um Demokratie gesehen, genauso wie unsere aktuelle Kanzlerin auch "zuerst einmal abgewartet hat".  Glücklicherweise hat ihn damals die Vorsehung davor geschützt, sich...