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Malleus maleficarum

Malleus maleficarum, der 'Hexenhammer', ist ein Buch des Dominikanermönchs Heinrich Kramer, eines eifernden Inquisitors. Die erste Auflage datiert auf das Jahr 1487 und gilt als eines der schlimmsten Bücher der Weltliteratur. Das pseudoreligiöse Machwerk gab der katholischen Kirche die theoretische Grundlage praktisch nach Gutdünken Menschen, vor allem Frauen, der Hexerei zu beschuldigen und sie ohne faires Verfahren umzubringen. Viele wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Bis 1505, dem Sterbejahr von Heinrich Kramer, treibt die Inquisition Urstände, erst danach nimmt die Zahl der "Hexenverfahren" ab, allerdings haben bis dahin schon tausende unschuldige Menschen den Tod auf dem Scheiterhaufen gefunden. Der Hexenhammer hat die Form eines Zimmermannhammers, ein keilförmiges Teil aus Stahl mit einem klassischen Holzgriff. Das Stahlteil ist in der Mitte für den Stiel durchbohrt, hinten die abgeflachte Bahn, sie schlägt den Nagel ins Holz, vorn die Finne,...

Plädoyer für die Wahl

In gut 3 Stunden werden in Hessen die Wahllokale schließen, die Landtagswahl  2018 wird Geschichte sein.  Einen richtigen Wahlkampf habe ich im lediglich rund 6 Kilometer entfernten Hessen nicht erlebt. Blut- und leblose Plakatierungen fielen (nicht) auf, in denen lediglich die rechte NPD versuchte in Stichworten Inhalte zu vermitteln. Auf den wenigen anderen Plakaten die gleichen, nichtssagenden und ewig lächelnden Gesichter. Wenn ich als RandHesse nicht in den Medien gehört hätte, dass heute die Landtagswahl ansteht, vor Ort gemerkt hätte ich es nicht. In den Medienaktivitäten fiel auf, dass es einen Wahlkampf nicht gegeben hat. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass sich die Parteien hingebungsvoll gegenseitig geschont haben. Mit Ausnahme der konservativen AfD, auf die natürlich alle nach Leibeskräften einschlugen. Für die Parteienpolitiker verkörpert die AfD offensichtlich den Gottseibeiuns des modernen gesellschaftlichen Lebens.  Für alle vergangene...

Ein Mensch um die Dreißig

Es ist ein Gespräch, welches auf Bitte meines Gegenüber "durch Vermittlung" zu Stande gekommen ist. Ein Mann knapp Mitte Dreißig, schlank, modisch gekleidet von Kopf bis Fuß, mit einem bunten Lappen um den Hals. Man nennt es deutsch wohl Wickelschal, als ich nach einem Begriff google, sehe ich, dass es dafür eine Reihe unterschiedlicher Begriffe gibt. Praktisch mag ein solches Tuch wohl im strengen Winter sein, jetzt bei rund plus 15 Grad Außentemperatur wirkt es zumindest auf mich wenig männlich und deplatziert. Früher, zu weniger aggressiv - feministischen Zeiten, hätten wir es schlicht und einfach weibisch genannt. Die Haare sind gestylt, vielleicht gegelt, ich weiß es nicht so genau, trage ich doch schon seit Jahrzehnten Glatze.  Designerjeans, modische, farblich auffallende Sneaker, die Beine streckt er weit  von sich, ein unifarbenes Hemd, eine Sonnenbrille nach oben in die ersten Wellen des gegelten Haares geschoben. Draußen ist es bedeckt, immer weider regnet...

Hündische Feiglinge und die Missachtung unserer Werte.

Wieder einmal steht Freiburg im Breisgau im Focus. Eine junge Frau ist vor wenigen Tagen von einer Meute junger Männer, die fast alle als Immigranten in unser Land kamen, auf bestialische Art stundenlang in einem Gebüsch, in einem Industriegebiet vergewaltigt worden. Die Rede ist von mindesten 8 und bis zu 15 Männern, die sich an der Frau erbarmungslos vergingen. Die Meldungen darüber kamen, wie leider so häufig, zeitlich verspätet und wahrscheinlich auch überhaupt nur, weil BILD vorgeprescht war. In den großen OnlineMedien nehmen sie einen Platz im Hinterfeld ein, irgendwo weit hinter einer erneuten dummen Bemerkung von Trump oder einer sich im Ausland sonnenden Bundeskanzlerin, die sich neuerdings berufen sieht, sich selbst als "Friedensmacht" im Syrienkonflikt anzubiedern. Es gab keine Sondersendung von ARD und ZDF, keinen 'Brennpunkt', schlicht und einfach nichts.  Dabei spielt - in entsetzlicher Weise - die mißbrauchte Frau in den Beiträgen, wie ...

Gedanken zum " Fest" oder Haltungen und Werte

Um den 3. Oktober jeden Jahres überschlagen sich die Medien in der Darstellung der Ergebnisse der Deutschen Einheit, Politiker sprechen mit tränenreichen Blicken und feuchten Unterhosen, junge Menschen, die vor rund 30 Jahren gerade geboren waren oder auch noch nicht, erklären mir, wie Deutschlands Osten damals war und heute sei. Man redet pausenlos von Haltungen zeigen, Werte hochhalten und setzt schier ununterbrochen irgendwelche Zeichen für oder gegen Irgendjemand, je nach aktuellem persönlichen Bedarf und was so gerade opportun ist. Alles in allem ein Panoptikum sondergleichen und ohne jegliche historische Erfahrung. Wenn es nicht so traurig wäre, gäbe es Grund genug zu lachen. So geht die ganze Feierlichkeit unbeachtet an mir vorbei und es bleibt lediglich ein äußerst schaler Beigeschmack, der sich gelegentlich in reinen Zorn steigert. Seit Jahren erlebe ich ein Bashing der WestDeutschen gegen die Menschen im Osten, das Gejammer der Wessis gegen die Ossis geht mir - mit V...

Untertan sein und Endlichkeit des Lebens

Herren und Untertanen sind in unserer Gesellschaft pro forma abgeschafft.  Die Gleichheit aller Menschen wird propagiert, wobei es unter Gleichen immer noch Gleichere zu geben scheint.  Wenn ich in meinem Alter noch das Glück habe voll schaffen gehen zu können, habe ich nicht das Glück den Ertrag für mich behalten zu dürfen, sondern gebe mehr als 50% in Form von Steuern und anderen Abgaben für die Verwendung der Allgemeinheit ab. Während Andere, Jüngere, Gesündere sich noch dreimal im Bett umdrehen, wenn ich arbeiten gehe. Nicht nur, dass ich u.a. auch Menschen alimentieren muss, die nicht arbeiten wollen. Sondern ich muss als Steuerzahler auch den Steueranteil derjenigen mit erwirtschaften, die sich generell vor Steuern drücken.  Das nur am Rande. Zeit meines Lebens habe ich gearbeitet, nicht einen einzigen Tag habe ich irgendwelche Transferleistungen bezogen.  Durch meine Eltern war mir schon als Schulkind eingeimpft worden: "Du musst arbeiten ...

Die lieben Freunde in den neuen Livestreams

Ich mache mir alle paar Tage die Mühe und sehe mir die Livestreams von Demonstrationen an, in denen wütende Bürger unseres Landes ihre wie auch immer geartete Ablehnung gegenüber der Politik und den Medien zum Ausdruck bringen.  Auffällig oft begegnen mir die gleichen Gesichter allen voran der rührige Dresdner Lutz Bachmann, der als Hans Dampf durch alle Protestgassen in Deutschland unterwegs zu sein scheint, eifrig filmt, die Ergebnisse mit kurzen eigenen Einspielungen kommentiert und sehr zeitnah oder oft sogar live im Netz platziert.   Seine Anrede ist stets die gleiche: "Liebe Freunde ..." - eine geschickte Formulierung, die etwa auch der AfD-Frontmann Björn Höcke gebraucht. Der Begriff "Freunde" ist nicht politisch angehaucht, impliziert keinerlei Ablehnung oder Vorsicht, bezieht alle mit ein, vom Anzugträger, über den Uniformierten bis zum alten Herrn in kurzen Hosen, Sandalen und Tennissocken - es impliziert: 'Du bist einer von uns. Du bist ein F...