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Mit geradem Rücken und stolz

Mit geradem Rücken und stolz gehen wir Deutschen derzeit ob unserer moralischen Stärke durch die Welt. 

"Unser Herz ist groß", sagt der Bundespräsident, "mit Dunkeldeutschland werden wir fertig", solange es sich lediglich in OstDeutschland abspielt. 

Schwieriger wird es jetzt schon, wenn sich der selbsternannte dumpfe "deutsch-nationale Rand" jetzt auch Hessen breitmacht, können ja nicht alles nur Sachsen sein, die seinerzeit als Flüchtlinge nach Hessen kamen. Oder vielleicht doch?

Jedenfalls die meisten Deutschen können mit geradem Rücken und stolz umgehen. Viele von uns genießen das derzeit und blicken voll moralischer Entrüstung auf die anderen europäischen Länder.

Unser Stolz und unser Mut verläßt uns allerdings postwendend wenn Vater Staat mit erhobenem Zeigefinger vor uns steht, dann knicken wir ein wie ein ausgeleiertes Taschenmesser.

Es reicht schon ein freundlicher "Blitzer" vom Straßenrand, der unseren ganzen staatsbürgerlichen Stolz wie ein Kartenhaus zusammen fallen läßt. 

Wir schämen uns, haben ein schlechtes Gewissen und laufen gesenkten Hauptes wie die Schafe zur Schlachtbank. Zu Glück ist es aus der Mode gekommen sich selbst bis auf's Blut zu geißeln, auch das würden wir dann noch tun, so sind wir bereits auf "pures Folgeleisten" konditioniert. 

Wir sind stolze Staatsbürger und gehen mit geradem Rücken durch's Leben.

Wer's glaubt oder zumindest so lange, wie uns kein Blitzer freundlich ins Gesicht leuchtet!



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