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Die Rasur - oder die finale Islamisierung des Abendlandes


Immer wieder, was untertreibe ich, tagtäglich wird konfabuliert über die Gefahren für das Abendland durch den ungehemmten Zuzug aus islamischen Ländern,  Sarazzin, Buschkowsky, Vera Lengsfeld, Broder oder Tichy, jeder mit anderen Worten, aber grundsätzlich meinen sie das Gleiche: Die in jedem Punkt unbegründete Angst des alten, abgearbeiteten, weißen Mannes vor den jungen, friedliebenden Immigranten, die nichts anderes suchen als Ruhe, Schutz, Geborgenheit, Verständnis und natürlich auch ein bißchen - möglichst nicht schweißtreibenden - Wohlstand. 

Sie versuchen mit allerlei intellektuellen Konstrukten die Gefahren zu erklären, beweisen können sie es letztendlich nicht - einen Beweis für ihren Thesen bleiben sie schuldig.




Letztens hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Vertriebsmitarbeiter eines großen Herstellers von Rasierutensilien, ein unglücklicher Mensch, der das Gefühl hat unter der Last der ihm auferlegten Umsatzzahlen schier zu implodieren. 

Er ratterte mir - wie früher eine mechanische Tischrechenmaschine - im Versuch der Erklärung seines Erschöpfungszustandes eine Reihe von Zahlen herunter, von denen ich die meisten nicht einmal begrifflich zuordnen konnte. Dann schlug er mit der flachen Hand klatschend auf den Tisch, drehte die Handfläche nach oben, "Da, sehen sie!" 

Ich sah, wohlgepflegte Hände, mit frisch manikürten, einem Klarlack (?) überzogenen Fingernägeln, die wahrscheinlich in den vergangenen Jahren keiner produktiven Arbeit nachgegangen waren.

Wortreich berichtete er über "Das Beste im Mann", er referierte über 3- und 5-Klingensysteme, über Rasierertechnologie, über Core Fusion, Fusion, Mach und Body, als er schließlich noch Venus und Quattro you erwähnte, wachte ich auf und wurde hellhörig, aber schmählich enttäuscht, es ging lediglich um Rasierer für Frauen.

Auf jeden Fall, er schafft seine Planzahlen nicht, rackert sich um die 60 Stunden pro Woche ab und ist total erschöpft, auf dem besten Weg zur Depression.

Obwohl dies nichts zum Krankheitsverständnis beiträgt, frage ich nachdem er sich rund eine halbe Stunde echauffiert hatte der Höflichkeit halber nach den Ursachen der Umsatzflaute. 

Ein erneuter Sturzbach an Informationen bricht über mich herein. Drei-Tage-Bärte waren sehr respektabel für die klassische Rasiererindustrie, immer neue Trimmer wurden erfunden, der Umsatz war gut bis sehr gut.

"Aber seit jeder zweite Mann mit so einem ungepflegten Talibanbart durch die Gegend läuft, geht der Umsatz rapide zurück", und wieder verfällt er ins Jammern.

Da liegt also der Hase im Pfeffer, die allerorten anzutreffenden schwarzen Rauschebärte, neuerdings sogar im Straßenbild bei sonst grauhaarigen, alten, weißen, abgehängten Männern - beobachten Sie einmal die Horde der klassischen Biker - sind zumindest der partielle Tod der abendländischen Rasiererindustrie. 

Augenfälliger kann es nicht sein, im Gesicht findet die finale Islamisierung des Abendlandes statt. Das Sarazzin, Buschkowsky, Vera Lengsfeld, Broder oder Tichy noch nicht darauf gekommen sind? Es wundert mich.


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